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Redensart: Unter die Haube bringen
Steht einer Frau die Hochzeit bevor, so wird sie bald unter die Haube gebracht, sagt man. Warum?
Noch bis vor gar nicht langer Zeit war es üblich, dass verheiratete Frauen sich die Haare zusammen flochteten, hochsteckten und unter einer Haube verbargen.
Unverheiratete Frauen hingegen durften ihre Haare offen tragen und sich in ihrer ganzen Pracht möglichen Bewerbern zeigen.
Heiratete also ein junges Mädchen, so galt es auch für sie, fortan eine Haube zu tragen - sie wurde also „unter die Haube gebracht“.
Im Gegensatz zu heute empfand die junge Frau diese Umstellung keineswegs als Einschränkung. Im Gegenteil: sie war stolz drauf, eine Frau ‚geworden’ zu sein und trug die Haube mit Würde.
Die Haube bei verheirateten bzw. verwitweten Frauen findet sich übrigens schon im Alten Testament belegt. Dort findet man u.a. in den Apokryphen unter Judith 10,3:
…[und die Witwe]…“wusch sich, und salbte sich mit köstlichem Wasser, und flocht ihr Haar ein, und setzte eine Haube auf, und zog ihre schönen Kleider an, und tat Schuhe an ihre Füße…“
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15 Kommentare
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12.10.2009 10:25
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17.12.2009 13:44
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13.06.2010 20:09
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12.07.2010 18:50
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14.07.2010 10:24
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25.07.2010 10:12
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29.07.2010 09:45
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29.07.2010 16:47
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30.07.2010 16:53
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01.08.2010 09:31
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