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Kunst + Kultur
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Redensart: Auf links waschen
Warum sagt man: auf links waschen? Warum ist etwas linkisch, etwas andere aber rechtens?
Links und rechts sind eigentlich Worte, die eine Richtung beschreiben. Wenn es um Wäsche waschen geht, weiß aber jeder, dass er das Kleidungsstück umkrempeln soll, das Innere nach außen drehen muss, wenn er es auf links waschen soll.
Logisch klingt das nicht. Es ahnt aber sicherlich auch niemand, dass sich hinter der Erklärung ein Stückchen europäische Kulturgeschichte versteckt..
Rechts und links im Gebrauch
Am besten nähert man sich dem Thema, wenn man nach weiteren Verwendungen der Worte links und rechts in unserem Sprachgebrauch sucht. Da fällt einem auf, das etwas rechtens ist, man recht haben kann, jemand das Herz am rechten Fleck trägt, Rechtsanwälte uns vor Gericht vertreten, wir in einem Rechtsstaat leben und schon in der Grundschule Rechtschreibung lernen und im Mathe-Unterricht von rechten Winkeln hören. Hingegen ist ein hinterhältiger Mensch linkisch oder link und unfähige Leute haben gleich zwei linke Hände. Das Wort rechts scheint durchweg für das Gute, Wahre und Richtige zu stehen, das Linke hingegen für das Falsche und Unehrenhafte.
Internationale Bedeutung
Und das funktioniert auch wunderbar in unseren Nachbarländern. Right im englischen bedeutet zu gleich rechts und „Das Recht“, man kann recht haben (to be right) und all right bedeutet, das alles bester Ordnung sind. Ähnlich verhält es sich im französischen (a droit = rechts, le droit = das Recht) und im Spanischen (derecho = rechts, el derecho = das Recht). Der franzöische Begriff gauche (links) hingegen, bedeutet sowohl im englischen als auch französischen linkisch, hinterhältig.
Römer und Griechen
Schon bei den Römern wurden die beiden Seiten unterschiedlich bewertet – damals war allerdings zunächst die Linke Seite die Glück bringende. Erst später übernahm man von den Griechen die Anschauung, dass die rechte Seite für das Positive steht, links hingegen für das Negative
Auf der guten Seite
Man findet diese Unterteilung an vielen Stellen wieder. In der christlichen Malerei sitzen so z.B. immer die Guten auf der rechten Seite vom Heiligen Geist, Sünder sitzen hingegen links.
Und auch wenn es sich inzwischen gewandelt hat: auf Hochzeitsfotos stand die Frau traditionellerweise rechts vom Mann – auf seiner guten bzw. als seine gute Seite.
Wenn wir also etwas auf links waschen, dann drehen wir es auf die falsche/schlechte Seite - um die gute Seite vor zu starker Abnutzung zu schonen.
Sie haben weitere Anregungen zu diesem Thema? Hier können Sie den Artikel kommentieren und mit anderen diskutieren.
- Was bedeutet der rote Punkt auf der Stirn von Inderinnen?
- Victory Zeichen
- Was ist die Gretchenfrage?
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11 Kommentare
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18.06.2010 10:40
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20.06.2010 22:27
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20.07.2010 10:12
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22.07.2010 10:08
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25.07.2010 16:26
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25.07.2010 16:32
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02.08.2010 16:35
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03.08.2010 13:05
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04.08.2010 09:34
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06.09.2010 20:47
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