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Warum nicken Tauben beim Gehen mit dem Kopf?
Drei verschiedene Theorien über eine ungeklärte Alltagserscheinung.
Was bei Tauben lustig aussehen mag, können sie auch bei uns Menschen beobachten, bloß in anderer Form. Wir nicken zwar nicht mit dem Kopf, wenn wir uns bewegen, aber wir schlenkern mit unseren Armen. Grund dafür in beiden Fällen: Energieoptimierung und Haltung des Gleichgewichts.
Gleichgewichtssinn und Energieeinsparung
Setzen wir unseren linken Fuß vor, bewegen wir den rechten Arm nach hinten – und umgekehrt. So einfach lässt sich das bei der Taube nicht ablesen. Dennoch besteht auch bei der Taube ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen der Menge an Schritten und der Nickhäufigkeit.
Der Punkt Energieeinsparung hingegen lässt sich einfacher nachvollziehen: versuchen sie mal mit eng anliegenden Armen zu laufen – es wird ihnen schwerer fallen. Genauso wie wir also Schwung mit den Armen holen, um fließend voranzukommen, nickt die Taube mit dem Kopf, um sich Kraft sparend fortzubewegen.
Ein wahrer Weltmeister in dieser Disziplin ist übrigens der Pinguin, der durch seinen Watschelgang bis zu Dreiviertel seiner Körperenergie einsparen kann. Soweit die physikalische Sichtweise.
Verteidigung
Ornithologen führen die Kopfbewegung auf einen besonders ausgeprägten Schutzmechanismus zurück. Das Nicken führt dazu, dass die Taube kurz hintereinander ein Bild von oben und eines von unten aufnehmen kann, die das Gehirn anschließend zu einem Gesamtbild zusammenfügt. Die Taube kann auf diese Weise Gefahren aus der Luft (Greifvogel) und am Boden (Katzen u.Ä.) gleichzeitig wahrnehmen, ohne dabei den Kopf verdrehen zu müssen.
Orientierung
Gleichzeitig fällt es der Taube durch die zwei Kopfpositionen leichter, die Orientierung beizubehalten. Es wird vermutet, dass die Taube bei der Bewegung von der einen in die andere Position nicht sieht, sondern jeweils nur in den beiden Endpositionen. Dies käme ihren starren Augen entgegen, die nicht in der Lage sind, durch das Gehen entstehende Schwankungen in der Wahrnehmung auszugleichen.
Ob nun alle drei Thesen oder gar keine der Wahrheit entspricht, lässt sich nicht mit vollständiger Sicherheit sagen. Aber: Tauben gibt es ja überall – teilen sie uns ihre Beobachtungen mit.
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8 Kommentare
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25.07.2010 11:35
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25.07.2010 15:08
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28.07.2010 12:27
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02.08.2010 12:30
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02.08.2010 13:48
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02.09.2010 16:27
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11.03.2012 23:39
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