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Wo liegen die Grenzen beim 100-Meter-Lauf?




Sind Zeiten unter 9 Sekunden für einen 100-Meter-Lauf realistisch?

Die Erwartungen an Sportler werden immer höher, sei es durch die Medien, Sponsoren oder durch die Sportler und deren Verbände selbst. Wir als Zuschauer sind dadurch natürlich verwöhnt worden – kein Weltmeisterschaft oder Olympiade, bei der nicht neue Bestleistungen erzielt werden. Ein wenig hat es uns aber auch verdorben: bei Sportwettkämpfen, bei denen es mal nicht schneller, höher, weiter geht, vermissen wir etwas und fühlen uns schlecht unterhalten. Ist solch eine Erwartungshaltung aber realistisch?

Eine Sekunde in 100 Jahren
Innerhalb der letzten knapp hundert Jahre hat sich die Zeit beim 100-Meter-Lauf von 10,6 Sekunden auf 9,72 Sekunden um etwa eine Sekunde verbessert. Wo liegen die Grenzen, was kann der Mensch noch leisten? Sportwissenschaftler und Mediziner sind sich einig, dass es aufgrund der körperlichen Beschaffenheit des Menschen Grenzen geben muss. Wo sie aber genau liegen, wagt keiner zu prognostizieren.

Leistungsgrenze erreicht
Französische Sportwissenschaftler haben bereits das Ende der Rekorde ausgerufen. Sportler hätten nach einer Studie des biomediznischen Instituts IRMES in Paris bereits 99% ihrer Leistungsfähigkeit ausgeschöpft, bezogen auf olympische Diziplinen sogar 99,5%.

Nur minimale Verbesserungen möglich
Die Entwicklung der Rekorde der letzten 100 Jahre unterstützt diese Aussage.
Stellt man die Rekorde als mathematische Funktion dar, so erhält man - fast Disziplinen unabhängig - Kurven, die anfangs steil verlaufen und sich dann einem Endwert zu nähern scheinen, der nicht mehr unterboten werden kann. Hieraus abgeleitet scheinen 100-Meter-Zeiten von 9,6 Sekunden und Marathon-Zeiten um 2 Stunden 3 Minuten und 30 Sekunden noch realistisch.

Geht doch mehr?
Andere Wissenschaftler glauben hingegen, dass wir uns noch lange an weiteren Rekorden erfreuen können. Die beiden Forscher John Einmahl und Jan Magnus haben auf Grundlage von 17.000 Spitzenleistungen aus 14 Disziplinen berechnet, dass eine 100-Meter Zeit von 9,29 Sekunden möglich sei. Für den Marathon prophezeiten sie eine Bestzeit von 2 Stunden 4 Minuten und 6 Sekunden - seit September 2008 liegt diese aber bereits bei 2 Stunden, 3 Minuten und 59 Sekunden.

Andere Ziele
Wichtiger als alle Rekorde scheint da eher, dass man als Zuschauer möglichst schnell eine neue, andere Faszination für den Sport entwickelt, die nicht Bestzeiten abhängig ist. Vielleicht kann man sich so die ein oder andere Enttäuschung ersparen.

12 Kommentare

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23.02.2010 14:18
100 Meter sind dem Zuschauer doch wurscht ob 9,29 oder 9,32 Sekunden, die Hauptsache einer gewinnt
16.06.2010 12:03
Das sehe ich genau so!
01.07.2010 12:32
wenn es zu schnell geht,sieht man doch garnix mehr...es sollte alles seine grenzen haben............
02.07.2010 20:40
Eigentlich ist es doch viel interessanter ein knappes Ergebnis zu sehen , zwischen Sportlern.
25.07.2010 16:37
Bei mir wesentlich höher.
25.07.2010 16:47
für einen persönlch ist es Ansporn, nur für den Zuschauer wirt langweilig wenn nix mehr passiert
27.07.2010 17:19
wie heißt es so schön: schneller, weiter, höher. Schon ans Armin Hary die 10,0 gelaufen ist, dachte man die Grenze ist erreicht.
02.08.2010 13:14
Ich finde Ballsportarten erheblich interessanter zum zuschauen
04.08.2010 09:22
Die Grenze liegt auf der Ziellinie.
09.08.2010 13:53
Bei unter 9 Sek.


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